Ich habe heute einen Video-Beitrag über gelebte Polarität gesehen, in welchem sehr klar zwischen „geheilter“ und „ungeheilter“ Polarität unterschieden wird.
Und ich möchte diesen Beitrag gerne nutzen,
um meine Sichtweise darauf zu teilen.
Ich verstehe zutiefst, was die Beziehungsexpertin,
welche selbst Frauen begleitet, damit meint.
Es macht einen grossen Unterschied,
ob wir Beziehung aus alten Mustern heraus leben,
oder bewusster in unserer Unterschiedlichkeit begegnen.
Und gleichzeitig möchte ich etwas ergänzen,
das mir in dieser Unterscheidung oft fehlt.
Denn aus meiner eigenen Erfahrung
führt uns der Weg der Polarität
unweigerlich in Kontakt mit dem,
was in uns noch ungeheilt ist.
Nicht daran vorbei.
Sondern mitten hinein.
Unruhe.
Trigger.
Unreife Muster und
alte Schutzmechanismen.
Und genau hier beginnt für viele die Verwirrung.
Weil sie glauben,
sie müssten jetzt „geheilt“ reagieren.
Stabil.
Klar.
In ihrer Energie bleibend.
Aber genau das ist oft der Moment,
in dem wir beginnen, etwas zu überdecken.
Eine Dynamik zu kreieren,
die nach außen stimmig wirkt –
sich innerlich aber nicht wirklich verbunden anfühlt.
Und das kann funktionieren.
Für eine Zeit.
Aber es verändert nicht das,
was eigentlich gesehen werden möchte.
Vielleicht geht es nicht darum,
„geheilte Polarität“ zu erreichen.
Sondern darum, zu verstehen,
dass Polarität uns genau dorthin führt,
wo wir noch nicht in Verbindung sind.
Mit uns selbst.
Und im Miteinander.
Und dass die eigentliche Arbeit
nicht in der Dynamik liegt –
sondern in dem,
was sie in uns sichtbar macht.
wäre ich sehr gespannt deine Sichtweise darauf zu erfahren:
Geht es deiner Meinung nach darum eine «geheilte Polarität» zu erreichen,
oder dient dieser Weg vielleicht dazu in ein geheiltes Miteinander auf Augenhöhe zu finden?